Archiv des Monats “Juli 2014

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Vor etwa zehn Tagen begann ich meine Vorbereitung auf den läuferischen Wiedereinstieg – mit Krafttraining. Dank meiner ausgeprägten muskulären Dysbalancen zwischen den beiden Beinachsen, die sich über die vergangenen Monate wegen des Weiterlaufens mit dauerhaft entzündetem Zeh entwickelt haben, gibt es hier einiges zu tun, bevor es wieder auf die Laufstrecke gehen kann. So ist es auch kein Wunder, dass es heute bereits meine sechste Einheit (jeweils zwischen 30 und 50 Minuten) binnen der wenigen Tage war. – Man tut eben, was man kann. Und freut sich umso mehr, wenn es unmittelbar anschlägt.

Im Laufe meiner läuferischen Entwicklung hat sich meine Einstellung bezüglich Kraft- und allgemeinem Athletiktraining gewaltig verändert. Mittlerweile bin ich der Auffassung, dass es für gesundes Laufen trotz hoher Umfänge etwa eine Kraft-/Athletikeinheit pro zwei bis drei Laufeinheiten benötigt, um dem „Verschleiß“ an sich selbst – zumindest demjenigen, dem eine läuferische Ursache zugrunde liegt – entgegenzuwirken. So wundert es dann auch nicht, dass ich inzwischen ein kleines Arsenal an hilfreichen Tools, mit denen sich äußerst effektiv trainieren lässt, ohne auf ein Fitnessstudio angewiesen zu sein, angelegt habe.

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Alles auf Anfang

Es geht wieder los. – Und zwar ganz von vorn.

Der Verweis auf ein vorzeitiges Saisonende in meinem letzten Beitrag ist inzwischen harte Realität. Eine OP an meinem seit fast drei Monaten dauerentzündeten Nagelbett des linken „großen Onkels“ – Ursache unbekannt – war mittlerweile unausweichlich. Warum? – Zum einen da dieser Zustand an sich schon nicht ganz ungefährlich war und jederzeit zu einer Sepsis hätte führen können und zum anderen aufgrund meiner Probleme mit meinem rechten Bein, die den Mont Blanc Marathon nach 14 Kilometern schlagartig zu einem ungewollten Wandertag ausarten ließen. Letztere Problematik scheint auf den ersten Blick nichts mit meiner anderen zu tun zu haben. Doch da eine Schädigung der Menisken und sonstiger Strukturen im Bereich oberhalb und unterhalb der Knierückseite funktionell als Ursache für meine Schmerzen ausgeschlossen wurden, musste es eine andere Erklärung geben. Der Schluss lag nahe, dass ich durch mein unbändiges Weitertrainieren über viele Wochen – auch im Rahmen meiner Trainingstage in Südtirol – im Hinblick auf den geplanten, großen Laufsommer durch eine andauernde Fehlbelastung, um wiederum meinen linken Fuß zu entlasten, eine massive muskuläre Dysbalance und damit einhergehend eine Verkürzung der rechtsseitigen Beinmuskulatur provoziert habe.

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Skyrunning World Championships 2014: Mont Blanc Marathon

Meine Geschichte vom vergangenen Wochenende ist keine Geschichte von großer sportlicher Leistung, übertriebenem Durchhaltewillen oder einfach nur einer gigantischen Regenschlacht, wie man anderenorts in diversen Internetblogs und Berichten zur Skyrunning WM in Chamonix-Mont-Blanc lesen kann. Meine Geschichte soll auch nicht abermals von persönlichem Unglück, Verletzungspech und Rückschlägen handeln, obwohl sie auf den ersten Blick natürlich genau das ist. – Nein, meine Geschichte erzählt von unzähligen besonderen Menschen, die mich am Boden meiner körperlichen Tatsachen angelangt so herzlich aufgefangen haben, dass ich davon in den für mich schwersten Minuten des Sonntagvormittags aus Freude zu mindestens einer Träne im Auge gerührt war, während der Rest meines Körpers unterkühlt bibberte und zitterte.

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