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Skyracing im Auge des Riesen Mils

Wenn dieser sagenumwobene Riese Mils wüsste, was heutzutage auf seinen Schultern vonstattengeht! Er hätte sicherlich mit vielem gerechnet… – Aber dass irgendwann auch noch diese „skyracer“ und „trail runner“ auf seinem Grabhügel um die Wette rennen und kraxeln? Nein, das sicher nicht!

Nun geschieht aber genau das und zwar nicht zum ersten Mal: Hier in meiner Heimat ist die Milseburg ohnehin ein gern besuchtes Wanderziel, um „mit einem Kühlen“ den Tag in Anbetracht der meist herrlichen Sonnenuntergänge zu beschließen oder aber dem Nachwuchs verzweifelt die Natur etwas näher zu bringen, wenn die Spielekonsole oder das iPhone/iPad in den Ferien mal wieder zu viel und zu oft lärmt. Und jetzt sind da auch noch diese erwachsenen Zappelphilipps mit ihren Stollenschuhen, Stöcken und GPS-Uhren. Immer mehr davon! – Jawohl!
Daher ist es mehr als überfällig, diesem kleinen Berg (835 m ü.NN) endlich einen Beitrag zu widmen, damit er auch über die Region hinaus an Bekanntheit zulegen kann.

Immer weiter empor im Märchenwald des Riesen Mils!

Immer weiter empor im Märchenwald des Riesen Mils!

…aber mit ordentlich Dampf – schon mal für's Skyrace (?!) üben!

…aber mit ordentlich Dampf – schon mal für’s Skyrace (?!) üben!

Hinauf geht es übrigens auf zahlreichen Wegen. Meine präferierte Route führt zunächst nahezu gradeaus über Forstwege über 130 Höhenmeter hinauf, bis man nach rechts auf einen Trampelpfad abzweigt. Dieser stößt kurz darauf auf einen nach rechts abknickenden Weg, dem man etwa 200 Meter lang folgt, bis man auf den Weg mit der roten Markierung „M“ trifft. Dieser windet sich in zunächst weiten, dann engeren Serpentinen empor bis zum links davon befindlichen Geröllfeld. Im Geröllfeld lässt sich ein Weg erahnen – diesem folgen, dem Naturschutz zur Liebe (Biosphärenreservat Kernzone!) möglichst nicht links oder rechts davon queren. Das Geröllfeld endet kurz unterhalb des Grates, der in leichter, aber dennoch nicht ungefährlicher Kraxelei hinauf zum Gipfel führt. Am Grat möglichst mittig oder links halten. – Auf den letzten 200 Metern über Geröllfeld und Gipfelgrat macht man übrigens etwa 110 Höhenmeter. Steil!

  • kurze Variante: ab Wanderparkplatz (490 m ü.NN) entlang eines Weidezauns direkt geradewegs hinauf / 2,0 km & ca. 345 Hm
  • lange Variante: ab Wanderparkplatz (490 m ü.NN) in einer bequemen Schleife zum Einstieg über Straße und Schotterweg / 2,3 km & ca. 345 Hm
Scharfer Linksknick und ab über das Geröllfeld: Früher stand hier übrigens mal eine keltische Festung.

Scharfer Linksknick und ab über das Geröllfeld: Früher stand hier übrigens mal eine keltische Festung.

Weiter oben wird es bröselig und rutschig, bevor es…

Weiter oben wird es bröselig und rutschig, bevor es…

…in leichter Kraxelei oberhalb der Geröllhalde den Felsgrat hinauf zum Gipfel geht. – Weiter rechts am Hang haben kleinere Raubvögel ihr Revier, also bitte links halten und nicht weiter stören.

…in leichter Kraxelei oberhalb der Geröllhalde den Felsgrat hinauf zum Gipfel geht. – Weiter rechts am Hang haben kleinere Raubvögel ihr Revier, also bitte links halten und nicht weiter stören.

PS: An meinen Füßen hatte ich übrigens einen bislang sehr selten anzutreffenden Schuh aus dem Orientierungslaufbereich. Kernkompetenz: Grip! …vor allem auf (nassem) Fels. Wer sich also immer schon mal gefragt hat, warum Kilians S-LAB Sense eine schwarze und keine – wie gewöhnlich – rote Außensohle besitzt und warum Kilian damit wie mit Saugnäpfen am Fels zu kleben scheint: Dieser Schuh hat die Antwort darauf. Und macht kein Geheimnis aus dem Wundermaterial. Mehr folgt demnächst im Test.

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