Alle Artikel mit dem Schlagwort “Mont Blanc Marathon

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Take-Home Message

Die vergangene Saison war für mich Neuland in vielerlei Hinsicht. Zu nennen sind nicht weniger als eine einschneidende, sportliche Neuorientierung, die damit einhergehenden Ambitionen und Partnerschaften und schließlich im Juli auch meine erste ambulante Operation – leider an meinem Fuß, was das Laufen nicht unbedingt begünstigte.

Es lief in diesem Frühjahr und Sommer nicht wirklich rund. Bei einem Rückblick finde ich in meinem Trainingsplan nur vier Wochen, in denen ich die angestrebten Umfänge und Trainingsinhalte abreißen konnte. Davon dreimal mit dem Vermerk: Schmerzen. – Nein, das ist nicht der Sport, den ich so liebe, der mich über so manches Schlagloch im Alltag hinwegkommen lässt. Dieser „Sport“ glich vielmehr einer körperlichen und geistigen Folter.

Und das lag nicht an meiner Neuorientierung: Glücklicher könnte ich mit dem Entschluss, von der topfebenen Tartanbahn und dem Straßenlauf Abschied zu nehmen, kaum sein. Ich vermisse wirklich nichts davon. Nicht die Art der Herausforderung und auch nicht die verstörend angespannte Atmosphäre vor dem Start und das häufig belanglose Miteinander im Anschluss, bei dem sich ein Teil über die neue persönliche Bestzeit so überbordend freut, dass sich der andere Teil am liebsten im nächsten Erdloch verkriechen möchte und für das restliche Wochenende und manchmal auch noch in der kommenden Arbeitswoche zu echten Miesepetern mutiert. Das ist nämlich der Sport, den ich gar nicht liebe. Das Laufen soll Freude bereiten und keine Selbstkasteiung sein.

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Skyrunning World Championships 2014: Mont Blanc Marathon

Meine Geschichte vom vergangenen Wochenende ist keine Geschichte von großer sportlicher Leistung, übertriebenem Durchhaltewillen oder einfach nur einer gigantischen Regenschlacht, wie man anderenorts in diversen Internetblogs und Berichten zur Skyrunning WM in Chamonix-Mont-Blanc lesen kann. Meine Geschichte soll auch nicht abermals von persönlichem Unglück, Verletzungspech und Rückschlägen handeln, obwohl sie auf den ersten Blick natürlich genau das ist. – Nein, meine Geschichte erzählt von unzähligen besonderen Menschen, die mich am Boden meiner körperlichen Tatsachen angelangt so herzlich aufgefangen haben, dass ich davon in den für mich schwersten Minuten des Sonntagvormittags aus Freude zu mindestens einer Träne im Auge gerührt war, während der Rest meines Körpers unterkühlt bibberte und zitterte.

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